Rueckblick auf die Regenzeit

September 19, 2008 by darsmey

Ich schreib jetzt einfach einmal Rueckblick, in der Hoffnung, dass es dann irgendwann mal aufhoert zu regnen. Wir schreiben den 19.09.2008 und es regnete heute den ganzen Tag. Der Monsun hat dieses Jahr frueh angefangen – Anfang Juni. Das heisst es regnet schon fast vier Monate.

Ich hatte nicht wirklich Glueck mit dem Monsun und die Bakterien, die zu dieser Zeit herumschwirren: Infektion im Nagelbett (die, die mich kennen, wissen wie ich mir das zugefuegt habe), Abszess am Allerwertesten – der ist immer noch am ausheilen. Fragt mich nicht wie es dazu kommt. Ich habe versucht mich sauber zu halten. Auf einer 5-teagigen Wanderung in dem Dauladhargebirge hatte ich mich dann ein paar Tage nicht gewaschen und ploetzlich konnte ich ein immer groesser werdendes Geschwuelst am Hintern fuehlen. achja, und Durchfall, wie konnte ich den allgegenweartigen Freund vergessen.

Tageseintrag

September 18, 2008 by darsmey

Das ganze Dorf wartet sehnsuechtig auf den Lastwagen mit Gasflaschen, der hier eintreffen sollte, und die Gescheafte mit Gas zu beliefern. Ich hingegen hoffe, das Gefeahrt kommt noch leanger nicht. Hat es neamlich kein Gas, wird auf traditionelle Art mit Holz gekocht. Die Feuerstelle ist im Boden eingelegt, wo man dann zuschauen kann, wann das Massala reingegeben wird und wie die Chapattis gerollt werden. Im Winter wird die Gaslieferung noch seltener eintreffen und die Familien werden mehr Feuer machen – auch um sich selber zu wearmen. Es wird zwar nicht allzu kalt, aber die Kealte, die es draussen hat, hat man auch in den Heausern. Im Westen solls ja sowas wie Isolierung geben … hmmm

Spot the odd one out!

September 4, 2008 by darsmey

that picture was taken on the protest march to Shimla, Himachal Pradesh. I wrote about it earlier in my blog – the so-called “Padyatra”. 3000 Single Women marching for their rights in the State’s Capital. Our organization supported them.

Literacy making its way …

September 4, 2008 by darsmey

fotos

August 31, 2008 by darsmey

Für ein paar nette Fotos schaut beim Blog vom Mäcki vorbei:
http://nepal-indien.blogspot.com/

Ich habs satt Fotos hochzuladen. vor allem, weil ich es so vielen Reisenden neigig bin, die mit einer guten Digitalkamera ein paar Wochen nach Indien kommen und ihr Blog gleich so viel besser ausschaut wie meiner.

und mir bleibt nichts anderes übrig, wie die Fotos von meinen Kollegen zu kopieren und hoffen, dass ein paar gute dabei sind.

das heisst noch lange nicht, dass mein Leben von unvergesslich guten und manchmal auch traurige Zeiten geprägt ist.

vielleicht schreib ich ja mehr in Zukunft.

Warum ich plane mit kurzen Haaren nach Hause zu kommen

August 30, 2008 by darsmey

zunächst fühl ich mich verpflichtet, den von den Hippies in den Westen überlieferten Mythos von Indien mehr Licht zu geben – das Land habe soviel Sachen gemeinsam mit den Idealen und dem Leben der Hippies.

was hat die Hippies den so gestört im Westen? Materialismus, die konservative Haltung der älteren Generation, Tabus über Liebe und Sex, das Streben nach Geld, Kriege auf der Welt, usw.

Was findet man tatsächlich in Indien vor – wie man es wahrscheinlich in vielen anderen Länder mit gleichem Bildungsgrad und gleich schleppender Wirtschaft vorfinden würde?

Millionen von Menschen, die gerne ganz viel Geld machen würden und dann leider mit der Realität konfrontiert werden. Bei einer Bevölkerung wie in Indien ist es nicht so leicht, genug zu verdienen, um für die Familie zu sorgen – und dann noch das maskuline Bedürfnis zu stillen, dem Arbeitsalltag zu entweichen, sei es mit ein paar kräftigen Schlücken Whiskey oder das Geld in eine vielleicht gewinnbringende Wette zu investieren.

“Im Westen ist das Leben besser und sauber”, “alle lieben in Frieden und Harmonie”, “cold beer – hot chicks”, “wir in Indien sind verdammt, weil wir so viele sind – das ist die Schuld unserer Eltern, wir haben dafür zu bezahlen”, “Unser Geld ist nichts wert”

Vielleicht war es in den 60′ern noch anders, aber inzwischen hat es sich umgesprochen, dass man mit weißer Hautfarbe höchstwahrscheinlich ein Unmenge an mehr Geld besitzt wie ein Dunkelhäutiger. Das hat dazu geführt, dass man in den schon unvorstellbaren stressvollen Großstädten als Westler noch zusätzlich von allen Seiten angemacht und herbei gerufen wird.Geld Geld Geld ! ! ! Money Money Money ! ! !

Ist man eine Frau, kommt nach dazu, das man auf den meisten Straßen eine Schar indische Männer hinter sich her hat, angestarrt, von unten bis oben betrachtet, angesprochen wird und wenns schlecht geht belästigt wird. Wieso? Es ist ein schwer zu erklärendes Phänomen. Es besteht aufjedenfall ein verzerrtes Bild von den Frauen im Westen. Schaut man aber die Filme und Bilder genauer an, trifft der Stereotyp auch zu. Ein anderer Grund sind die Tabus und die gesellschaftlichen Konventionen, wie man sich gegenüber Frauen verhalten sollte. Die indischen Männer sind bei der Frauensuche so limitiert und andauernd der Gefahr ausgesetzt, nach einer Anmache den Bruder, die Familie oder das ganze Dorf am Hals zu haben, dass er sichs wahrscheinlich nochmal überlegt. Vor kurzem wurde in dem Dorf, in dem ich residiere, ein junger Mann umgebracht, weil er den ungesagten Satz sagte: “I love you”. Auf Hindi hätte sich der Arme soderso nicht getraut. (In unserer Sprache im Vorarlberg ist der Satz auch praktisch ungesagt. Ich kenn “I lieb di” nur in alten Gedichten oder so). Hat man dann eine Weiße vor sich stehen, ohne Kaste, ohne männliche Begleitung und ohne Bruder können sich die Jungs meistens nicht mehr zurückhalten und verhalten sich instinktiv. Sex Sex Sex ! ! ! ein menschliches Bedürfnis, das in Indien noch vielmehr unterdrückt wird wie im Westen. Willkommen freiliebende Hippies im Land der Liebe.

Was gibts noch? Konervative Eltern. Konservative Leute gibt es genug in Indien – keine Angst.

Abgesehen von all dem, ist die indische Religion und wie sie praktiziert wird, sehr faszinierend. Die Sprache im Hinduismus ist so klar und gegen jegliche religiöse Institution und so auf sich selbst gerichtet. Und es gibt tatsächlich hinduistische Priester die Cannabis rauchen, um näher an Shiva zu kommen. Das heißt noch lange nicht, dass Cannabis in irgendeiner Weise toleriert wird. Im Gegenteil, ich glaube in Europa wird bei weitem mehr gekifft wie in Indien – ausgenommen touristische Viertel, wo jeder zweite Inder Gras verkauft um ein Geld zu machen und der Mythos im Westen wiederum bestätigt werden.

Und lange Haare? Erreicht man in Indien einen minimalen Standard – sprich nicht auf der Straße leben zu müssen – dann versucht man sich zu pflegen und sich sauber zu halten. Ich tue mir da ja schwer, in einem Land, in dem es selten einen sauberen Sitzplatz gibt. Oft genug wurde mir nahe gelegt, duschen zu gehen, meine Haare zu schneiden (die nur halblang sind), oder frische Kleider anzuziehen.

‘Wieso haben viele Touristen aus dem Westen lange Haare und schauen aus wie Bettler?’ Die Leute aus dem Westen legen nun halt mal nicht so viel Wert auf Sauberkeit – die Meinung wird nach meiner Erfahrung von vielen Inder geteilt, die Touristen mit Rastas und zerrissenen Kleider nach Indien reisen sehen.

Falls ich das falsche Bild von zu Hause mitgenommen habe oder nicht wahrheitsgetreu über Hippies und Indien schreibe, lass ich mich gerne eines anderen belehren.

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Der Dalai Lama hat heute einen 12-stündigen Fasttag ausgerufen. und chinesische Produkte sind trotzdem so billig und die Qualität so gut! Ich bin immer wieder überrascht. In Indien sind die chinesischen Produkte ja noch billiger.

Monsoon

August 12, 2008 by darsmey

meanwhile my blog will be on hold because of the raining season. Besides roads and bridges that are swept away, our phone line and thus our internet line is under water.

u r l a u b

July 22, 2008 by darsmey

ich bin auf dem weg nach Kathmandu, Nepal, um mein Indienvisa zu erneuern.

im moment bin ich in delhi mit Meacki Macko und anderen gsiberglern.

ich bin anfang august wieder zurueck in Himachal, Indien.

Me looking down from the world’s famous paragliding site: Billing

June 20, 2008 by darsmey

Unfortunately now it’s not the season for paragliding. In fact, the monsun reached the north of India and it will rain for the next three months. For the moment it is not too bad. Still I have to get used to the fact that clothes dont dry, my favorite walk to the fields are not walkable any more and I have to walk the road, mosquitoes come at nights, the power and the internet goes down all the time. what to do? – ‘kya karna’ in Hindi. That question comes to my head a lot in this country :)

anyway, my Zivi-colleague Bernie took some nice pictures of our visit to Billing:

http://bernindien.wordpress.com/2008/06/09/fliegen-in-billing/

1. Zwischenbericht an das österreichische Bundesinnenministerium für Inneres

June 19, 2008 by darsmey

Da viele eigentlich nicht genau wissen, was ich in Indien eigentlich mache, dachte ich mir den ersten Zwischenbericht online zu stellen. Der erste Bericht ist nach vier Monaten fällig, dann gibts noch ein zweiten und dann den großen Endbericht.

Ich hätte mir mehr Mühe geben können – aber das ja immerhin für die Regierung ist und das Gerücht herum schlummert, dass die zuständigen Beamten soderso keine Zeile lesen, hab ich meinen Schreibfluss gebändigt (der ja soderso nicht umwerfend ist) .

sorry, dass ich nicht mehr schreibe. ich sollte unbedingt mehr nieder schreiben, einerseits für euch – aber auch für mich, denn viele Tagesgeschehnisse einmalig und erinnernswert sind.

Hier der Bericht:

1-zwischenbericht_simon-baur